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13-Jähriger bei Messerangriff in Kiel schwer verletzt – Sieben Festnahmen nach Großfahndung

 |  von Thomsen / Foerde.news

Kiel

Kiel – Kiel – In Hassee kam es am Sonntagabend zu einem schweren Gewaltverbrechen, das die Landeshauptstadt erschüttert hat: Ein 13-jähriger Junge wurde durch einen Messerstich lebensgefährlich verletzt. Die Polizei nahm noch in der Nacht sieben Tatverdächtige fest. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.

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Nach Angaben der Polizeidirektion Kiel wurde der Jugendliche am frühen Abend gegen 19 Uhr unter einer Vorwand aus der Wohngruppe seiner Jugendhilfeeinrichtung gelockt. „Es kam in der Folge zu einer Auseinandersetzung, bei der ein Mitglied der Gruppe den 13-Jährigen mit einem Messer schwer verletzt wurde“, erklärte Stephanie Lage, Pressesprecherin der Polizeidirektion Kiel. Die Tätergruppe, zwischen 14 und 22 Jahren, floh anschließend vom Tatort, der sich in der Nähe der Wohngruppe im Stadtteil Hassee befindet.

Der Verletzte konnte dank des schnellen Eingreifens der Einsatzkräfte des 3. Polizeireviers Kiel reanimiert werden. „Der Junge wurde sofort in ein Krankenhaus gebracht und operiert“, teilte Michael Bimler von der Kieler Staatsanwaltschaft mit. „Er befindet sich aktuell auf der Intensivstation, sein Zustand ist stabil.“

Die Polizei leitete unmittelbar nach der Tat eine großangelegte Fahndung ein, bei der zahlreiche Einsatzkräfte im gesamten Stadtgebiet unterwegs waren. Mit Erfolg: „Im Laufe der Nacht konnten sieben Tatverdächtige festgenommen werden, die mutmaßlich an der Tat beteiligt waren“, so Lage. Sie wurden in Gewahrsam genommen. „Über eine mögliche Beantragung von Untersuchungshaft werde die Staatsanwaltschaft im Laufe des Tages entscheiden“, erklärte Bimler weiter.

Hinsichtlich der Tat und der Hintergründe halten sich die Ermittlungsbehörden bisher beschäftigt. „Zum gegenwärtigen Zeitpunkt können wir keine weiteren Angaben zum Tatgeschehen oder zu den Verdächtigen machen“, sagte Lage.

Die Kriminalpolizei bittet unterdessen um Hinweise aus der Bevölkerung. „Wir suchen Zeugen, die die Tat beobachtet haben und sich noch nicht bei uns gemeldet haben“, appellierten die Ermittler. Wer Hinweise geben kann, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 0431 / 160 3333 zu melden.