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30.000 Liter pro Minute Wasser laufen nach Rohrbruch auf Straße in Oeversee
| von Thomsen / Foerde.news
Oeversee – Ein Wasserrohrbruch hat am Sonntagmittag im Wanderuper Weg in Oeversee für einen größeren Feuerwehreinsatz gesorgt. Gegen 13.15 Uhr wurde ein starker Druckabfall im Wassernetz festgestellt. Verletzt wurde niemand.
Nach Angaben des Wasserverbands ging gegen 13.15 Uhr eine Störungsmeldung über einen abfallenden Wasserdruck ein. Zeitgleich meldeten besorgte Passanten der Rettungsleitstelle eine überflutete Straße im Bereich Wanderuper Weg/Kreisstraße.
Vor Ort stellte sich heraus, dass eine rund 600 Millimeter starke Wasserleitung gebrochen war. Bis zur Abschieberung der Leitung durch Mitarbeiter des Wasserverbands, dessen Firmensitz sich nur wenige Meter entfernt befindet, strömten große Wassermengen aus. Gegen 14 Uhr konnte die Leitung schließlich abgeschiebert werden. In den rund 45 Minuten bis zur Abschaltung flossen nach Angaben vor Ort etwa 30.000 Liter pro Minute Wasser auf die Straße.
Durch den hohen Wasserdruck wurde die Fahrbahn auf einer Länge von rund 200 Metern überflutet. Zudem spülte das Wasser Sand und Erdreich an die Oberfläche. Der Wasserverband entfernte die Ablagerungen später mit einem Radlader und einem Schieber, sodass die Straße nach der Reinigung wieder für den Verkehr freigegeben werden konnte. Lediglich der Bereich an der Ecke Wanderuper Weg blieb abgesperrt.
Das entstandene Schadensloch hat eine Größe von etwa sechs mal fünf Metern und ist rund zwei Meter tief. Neben der Straße wurde auch ein angrenzendes Grundstück überspült. Betroffen war zudem ein Teich auf dem Grundstück. Nach Angaben des Besitzers verendeten mehrere darin befindliche Fische.
„Die Feuerwehr sperrte die Straße während des Einsatzes ab“, erklärte Einsatzleiter Finn Frahm. Dennoch versuchte ein Autofahrer, den überfluteten Bereich zu durchfahren. Einsatzkräfte hinderten ihn daran, seine Fahrt fortzusetzen. Nach Einschätzung vor Ort hätte das Fahrzeug wenige Meter weiter im aufgespülten Sand stecken bleiben können.
"Wir haben mit einer Pumpe versucht den Schaden zu minimieren," so Frahm abschließend.
Das betroffene Hausgrundstück ist vorübergehend ohne Wasserversorgung. Insgesamt dauerte der Feuerwehreinsatz rund zwei Stunden. Die Freiwillige Feuerwehr Oeversee war mit etwa 25 Einsatzkräften vor Ort. Das hoch gespülte Erdreich wurde mit einem Radlader zusammen geschoben und eine Kehrmaschine säuberte die Straßen bevor sie wieder frei gegeben wurde.
Während des laufenden Einsatzes wurde zudem ein weiterer Wasserrohrbruch im Medelbyer Weg in Timmersiek gemeldet. Nach ersten Erkenntnissen könnte dieser mit dem Schaden in Oeversee zusammenhängen. Auch dort war der Wasserverband im Einsatz und konnte den Wasseraustritt aus einer 100er-Leitung durch Abschiebern stoppen. Anwohner bemerkten in diesem Zusammenhang einen Druckabfall im Wassernetz.
Der Wasserverband will den Schaden am Montag genauer untersuchen und die notwendigen Reparaturarbeiten einleiten.