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Bilanz der Großkontrolle auf der Exe: 220 Fahrzeuge überprüft – 60 Verstöße geahndet
| von Thomsen / Foerde.news
Flensburg – Rund 220 Fahrzeuge haben Polizei und Zoll am Montag bei einer umfangreichen Verkehrskontrolle auf dem Großparkplatz Exe überprüft. Zwischen 15:00 und 21:25 Uhr stellten die Einsatzkräfte insgesamt 60 Ordnungswidrigkeiten fest und ahndeten diese. In einem Fall bestand der Verdacht auf eine Fahrt unter Drogeneinfluss.
Rund 30 Einsatzkräfte aus den Bereichen Husum, Schleswig und Flensburg waren an der Kontrolle beteiligt. Im Mittelpunkt standen die Verkehrssicherheit sowie mögliche Fahrten unter Alkohol- oder Drogeneinfluss.
Die Bilanz der mehr als sechsstündigen Kontrolle bestätigte am Dienstag Til Schulz von der Pressestelle der Polizeidirektion Flensburg. Insgesamt seien rund 220 Fahrzeuge kontrolliert und 60 Ordnungswidrigkeiten festgestellt und geahndet worden. Gemessen am Umfang der Kontrolle bewegten sich die Feststellungen aus Sicht der Polizei im üblichen Bereich. „Das sind normale Zahlen, würde ich sagen“, sagte Schulz.
Eine genauere Aufschlüsselung der 60 Ordnungswidrigkeiten lag zunächst nicht vor. Ob es sich dabei im Einzelnen um Verwarnungen oder Ordnungswidrigkeitenanzeigen handelte, konnte Schulz nicht näher beziffern. Nach seiner Einschätzung dürfte es sich um Verkehrsordnungswidrigkeiten gehandelt haben.
In einem weiteren Fall fertigte die Polizei eine Anzeige nach Paragraf 24a Absatz 2 des Straßenverkehrsgesetzes. Dabei bestand laut Schulz der Verdacht auf Drogenkonsum. In diesem Zusammenhang wurde eine Blutprobe entnommen.
Außerdem legten die Einsatzkräfte einen Pkw still. Zu den genauen Gründen konnte die Pressestelle zunächst keine Angaben machen.
Die Fahrzeuge waren während der Kontrolle auf Höhe der Nikolaiallee, kurz vor der Ramsharde Gemeinschaftsschule West, aus dem Verkehr gezogen und zur Kontrollstelle auf dem Großparkplatz Exe geleitet worden. Bereits in den ersten Stunden herrschte dort reger Betrieb.
Vor Ort konnten die Einsatzkräfte unter anderem Urin- und Alkoholtests durchführen. Zudem bestand die Möglichkeit, die Personalien der kontrollierten Personen direkt zu überprüfen. Dadurch war nicht für jede Abfrage ein Funkkontakt mit der Leitstelle notwendig. Die Beamten konnten unmittelbar feststellen, ob zu einer kontrollierten Person entsprechende Einträge vorlagen.
Neben den Fahrern nahmen Polizei und Zoll auch die Fahrzeuge genauer unter die Lupe. Kontrolliert wurden deren Verkehrssicherheit sowie vorgeschriebene Ausstattungsgegenstände wie Verbandskasten und Warndreieck.
Bei einem VW-Bus überprüften die Einsatzkräfte unter anderem die Eintragung auffälliger Felgen. Dabei ergaben sich keine Beanstandungen. Nach Angaben vor Ort war der Abstand zum Kotflügel ausreichend, sodass das Fahrzeug seine Fahrt fortsetzen konnte.
Anders sah es bei einem Kleintransporter aus. Das 3,5-Tonnen-Fahrzeug war mit seiner Beladung nach Feststellung der Beamten rund 400 Kilogramm zu schwer. Die Einsatzkräfte fertigten daraufhin eine Anzeige. Der Transporter konnte anschließend seine Fahrt fortsetzen.
Nicht nur Autos, Lastwagen und Kleintransporter wurden kontrolliert. Auch Rollerfahrer mussten sich den Überprüfungen stellen. Neben Versicherung und Verkehrstauglichkeit stand dabei die mögliche Höchstgeschwindigkeit der Fahrzeuge im Fokus. Dafür kamen die Roller auf einen Rollenprüfstand. Bei den beiden überprüften Fahrzeugen wurde die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h nicht überschritten.
Unterstützt wurde die Kontrollstelle vom THW-Ortsverein Flensburg. Dieser stellte unter anderem Strom und Beleuchtung zur Verfügung. Für den Fall von Regen standen zudem Möglichkeiten zum Unterstellen bereit. Auch für die Verpflegung der Einsatzkräfte war vor Ort gesorgt.
Die umfangreichen Kontrollen wirkten sich zeitweise auf den Verkehr aus. An der Einfahrt zur Kontrollstelle kam es immer wieder zu Rückstaus. Auch auf der B 199 im Bereich der Exe gab es teilweise stockenden Verkehr und kleinere Staus.
Die gemeinsame Kontrolle von Polizei und Zoll endete am Montagabend um 21:25 Uhr. Insgesamt überprüften die Einsatzkräfte rund 220 Fahrzeuge und ahndeten 60 Ordnungswidrigkeiten.
