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BMW an Bahnübergang in Mildstedt von Zug erfasst
| von Nico Hessel
Mildstedt – Bei einem schweren Verkehrsunfall an einem unbeschrankten Bahnübergang in Mildstedt ist am Mittwochmorgen ein BMW X3 von einem Zug der Nordbahn erfasst worden. Trotz der massiven Schäden am Fahrzeug blieben der Autofahrer, der Triebwagenführer und die rund 30 Fahrgäste des Zuges unverletzt.
Der Unfall ereignete sich gegen 07:40 Uhr am Bahnübergang im Hübbrüchweg. Der Fahrer des BMW war von der Ostenfelder Landstraße kommend in Richtung Husumer Straße unterwegs, als sein Wagen von dem herannahenden Zug erfasst wurde.
Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Geländewagen von den Schienen auf ein angrenzendes Feld geschleudert und schwer beschädigt. Die Heckklappe des Autos blieb an den Puffern des Triebwagens hängen. Nach Angaben der Einsatzkräfte vor Ort blieb der Fahrer des BMW trotz der massiven Zerstörung seines Fahrzeugs unverletzt.
Auch der Triebwagenführer der Nordbahn erlitt keine Verletzungen. Er wurde vom Rettungsdienst untersucht und verließ die Unfallstelle wenig später mit einem Taxi.
Die rund 30 Fahrgäste, die sich zum Zeitpunkt der Kollision im Zug befanden, wurden von der Feuerwehr betreut und anschließend evakuiert. Mithilfe einer Rettungsplattform brachten die Einsatzkräfte die Reisenden durch das Gleisbett aus dem Zug. Da auch unter den Fahrgästen niemand verletzt worden war, konnten sie anschließend mit Bussen weitertransportiert werden.
Die eingleisige Bahnstrecke musste nach dem Unfall vollständig gesperrt werden. Der Zugverkehr zwischen Jübek und Husum wurde eingestellt und zwischen den beiden Bahnhöfen ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.
Im Einsatz waren die Freiwilligen Feuerwehren aus Husum, Mildstedt und Ostenfeld sowie Notfallmanager der Bahn, Landespolizei und Bundespolizei. Sie sicherten die Unfallstelle.
Vor unbeschrankten Bahnübergängen geben Züge üblicherweise mehrfach akustische Warnsignale ab, bevor sie die Straße passieren. Wie es dennoch zu der Kollision kommen konnte, ermittelt nun die Polizei.
Am Vormittag machte sich ein weiterer Zug aus Jübek auf den Weg zur Unfallstelle. Er sollte den nach der Kollision fahruntüchtigen Triebwagen abschleppen, damit die Strecke schnellstmöglich wieder freigegeben werden kann.
