Herrenloser Koffer löst Polizeigroßeinsatz in der Rathausstraße aus

 |  von Thomsen / Foerde.news

Die Rathausstraße war für rund zwei Stunden gesperrt - Fotos: Thomsen

Flensburg – Am Montagmorgen hat ein herrenloser Koffer im Geldautomatenbereich der Deutschen Bank einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst. Gegen 11.40 Uhr ging der Notruf bei der Polizei ein. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand, die Rathausstraße war jedoch für rund zwei Stunden weitgehend gesperrt.

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Nach Angaben der Polizeidirektion Flensburg war der Fund des Koffers „gerade in der Weihnachtszeit von Brisanz“. Eine Frau soll den Koffer im Bereich der Geldautomaten abgestellt haben und anschließend verschwunden sein. „Eine Frau soll den Koffer im Bereich der Geldautomaten abgestellt haben und dann verschwunden sein“, erklärte Pressesprecher Marcel Paulsen.

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Daraufhin rückte die Polizei mit einem Großaufgebot in die Rathausstraße aus. Die Straße, die bereits teilweise gesperrt war, wurde mit Einsatzfahrzeugen zusätzlich abgesichert. Da zunächst unklar war, was sich in dem Koffer befand, wurde der Kampfmittelräumdienst hinzugezogen. „Wir gehen derzeit von einer Gefährdung des Koffers aus“, so Paulsen weiter.

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Aus Sicherheitsgründen sperrte die Polizei die Rathausstraße mit Absperrband auch für Fußgänger und Radfahrer. Nur im Bereich Holm und Große Straße konnten Fußgänger die Umgebung noch passieren. Einige Geschäfte in der Rathausstraße waren aufgrund der Sperrung zeitweise nicht erreichbar.


Die Besitzerin nahm ihren Koffer gemeinsam mit der Polizei wieder in Empfang

Zeitgleich mit dem Eintreffen des Kampfmittelräumdienstes kam die Entwarnung: Die Inhaberin des Koffers konnte ausfindig gemacht werden. Die 54-jährige Kundin der Bank gab an, zuvor Geld abgehoben und den Koffer anschließend in den Räumen der Bank vergessen zu haben. In dem Koffer befand sich nach ihren Angaben für sie wichtiges medizinisches Gerät. Nachdem die Frau ihren Koffer wieder an sich genommen hatte, konnten die Absperrungen nach rund zwei Stunden aufgehoben werden.

Während die Absperrung noch bestand, quetschten sich jedoch mehrere Fahrzeugführer an den mit eingeschaltetem Blaulicht abgestellten Einsatzfahrzeugen der Polizei vorbei. Auch Fußgänger mussten daran gehindert werden, den gesperrten Bereich zu betreten.