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Mehrere Kinder in Angeln aus Fahrzeugen heraus angesprochen
| von Thomsen / Foerde.news
Flensburg – Seit Ende März sind der Polizei mehrere Vorfälle in der Region Angeln bekannt geworden, bei denen männliche Personen Kinder aus Fahrzeugen heraus angesprochen haben. Nach Angaben der Polizei reagierten die betroffenen Kinder jeweils umsichtig und entzogen sich den Situationen. Die Ermittler nehmen die Hinweise ernst und arbeiten an der Aufklärung der Fälle.
Der erste bekannte Vorfall ereignete sich am 21. März in Dollerup. Ein sechsjähriges Mädchen wurde am Nachmittag in der Ostertoft von einem Mann im Alter zwischen 30 und 50 Jahren angesprochen. Der Mann, der kurze dunkle Haare gehabt haben soll und mit einem weißen Auto unterwegs gewesen sei, habe dem Kind eine Tüte Weingummi übergeben und sich anschließend entfernt.
Am 22. Mai wurde in der Kappelner Straße in Süderbrarup ein Mädchen im Grundschulalter von einem Mann aus einem weißen Pkw heraus angesprochen. Der etwa Mitte 30 Jahre alte Mann habe gefragt, ob er das Kind nach Hause bringen solle. Eine Zeugin beobachtete den Vorfall, der der Polizei erst nachträglich bekannt wurde.
Ein weiterer Fall wurde am 27. Mai aus Steinbergkirche gemeldet. In der Gintofter Straße sprach ein Mann im Alter zwischen 50 und 60 Jahren eine 14-Jährige aus einem dunklen Kombi heraus an. Er habe gefragt, ob sie ihm im Auto den Weg nach Norgaardholz zeigen könne. Die Jugendliche lehnte ab, woraufhin das Fahrzeug weiterfuhr.
Der jüngste Vorfall ereignete sich am Donnerstagabend in Gelting. Nach Angaben der Polizei wurde ein zehnjähriges Mädchen in der Straße Gaarwang von einem Mann in einem weißen Lieferwagen angesprochen. Er habe dem Kind Süßigkeiten angeboten, wenn es in das Fahrzeug einsteige. Das Mädchen suchte daraufhin bei einer Frau mit einem weißen Hund Hilfe. Der Mann wurde als etwa 1,80 Meter groß, mittelalt, mit kurzen Haaren, dunkler Mütze und schwarzer Kleidung beschrieben.
Wie die Polizei mitteilt, wurden sämtliche Vorfälle erst im Nachgang gemeldet. Sofortmaßnahmen hätten daher nicht eingeleitet werden können. Im Zusammenhang mit dem jüngsten Fall suchen die Ermittler nun die Frau mit dem weißen Hund. Sie wird gebeten, sich bei der Polizeistation Steinbergkirche unter der Telefonnummer 04632/8761680 zu melden.
Die Polizei weist zudem darauf hin, dass ähnliche Meldungen häufig über soziale Medien verbreitet würden, ohne dass die Vorfälle polizeilich bestätigt seien. Vor einer Weiterverbreitung solcher Beiträge sollte deren Wahrheitsgehalt beispielsweise über die örtliche Polizeidienststelle überprüft werden. Nach Angaben der Polizeidirektion Flensburg ist in den vergangenen Jahren kein Fall bekannt geworden, bei dem ein Kind in einem vergleichbaren Zusammenhang Opfer einer vollendeten Straftat wurde.
Unabhängig davon empfiehlt die Polizei Eltern, ihre Kinder altersgerecht über mögliche Gefahren aufzuklären, ohne sie zu verängstigen. Kinder sollten lernen, auch Erwachsenen gegenüber selbstbewusst „Nein“ zu sagen. Zudem sei es sinnvoll, wenn Kinder möglichst in Gruppen unterwegs seien. Komme es dennoch zu einer verdächtigen Ansprache, sollten sie Abstand zum Fahrzeug halten, laut auf sich aufmerksam machen, belebte Orte aufsuchen und Hilfe suchen. Verdächtige Beobachtungen sollten umgehend über den Polizeinotruf 110 gemeldet werden.
