Oberbürgermeisterwahl: Flensburgs Dezernentin Aubel setzt Ausrufezeichen in Potsdam

 |  von Thomsen / Foerde.news

Mit über 34 Prozent setze die Flensburger Stadträtin ein deutliches Zeichen in Potsdam - Foto: Thomsen

Flensburg/Potsdamm – Die Flensburger Stadträtin Noosha Aubel steht vor einem möglichen Wechsel: Bei der Oberbürgermeisterwahl in Potsdam hat die 49-Jährige den ersten Durchgang klar für sich entschieden. Mit 34 Prozent der Stimmen lag sie deutlich vor SPD-Bewerber Severin Fischer, der 16,9 Prozent erreichte. Beide treffen am 12. Oktober zur Stichwahl aufeinander.

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Aubel kandidiert in Potsdam als Parteilose, gestützt von Grünen, der Wählergruppe „Die Andere“, Volt sowie dem Wagenknecht-Ableger BfW. In sozialen Netzwerken bedankte sie sich nach dem Votum ausdrücklich bei ihren Unterstützern und sprach von einem gemeinsam erkämpften Ergebnis.

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In Flensburg löst die Entwicklung Diskussionen aus. Aubel leitet dort erst seit Juli 2024 das Dezernat für Bildung, Integration, öffentliche Dienste und Sicherheit – als Nachfolgerin von Stephan Kleinschmidt, dem die Kommunalpolitik nach Ende der Amtszeit das Vertrauen nicht erneut aussprach. Ein Sieg in Potsdam würde in Flensburg voraussichtlich eine Lücke im Stadtrat hinterlassen.

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Die Dezernentin hatte zuletzt betont, sie sei mit großer Motivation nach Flensburg gekommen. Zugleich begründet sie ihre Kandidatur in ihrer früheren Heimat Potsdam mit der Chance, als Oberbürgermeisterin größere Gestaltungskraft zu entfalten. Oberbürgermeister Fabian Geyer warb öffentlich dafür, dass Aubel an der Förde bleibt. In ihren ersten Monaten setzte sie dort Akzente – etwa in der langen Debatte um den Südermarkt: Beim umstrittenen Kommunalen Ordnungsdienst brachte sie die Fraktionen an einen Tisch und führte zu einer gemeinsamen Linie.

Mit dem Vorsprung aus Runde eins geht Aubel als Favoritin in die Stichwahl. Ob Flensburg seine Dezernentin verliert, entscheidet sich am 12. Oktober in Potsdam.