Taucher bergen eine Tonne Müll aus dem Flensburger Hafen

 |  von Thomsen / Foerde.news

Flensburg

Flensburg – Flensburg – Am Samstag gab es in Flensburg eine besondere Aktion gegen Umweltverschmutzung: Der Verein Mission Förde e.V. lud zur Müllsammelaktion ein, jedoch nicht an Land, sondern unter Wasser. Rund 30 Taucher und 85 Freiwillige kamen an der Hafenspitze zusammen, um den Hafen von Unrat zu befreien – und die Ausbeute war beachtlich.

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Zwischen 12:30 und 14:30 Uhr tauchten die engagierten Helfer bei rund 12 Grad Wassertemperatur, zwischen dem Anleger der Alexandra bis zum Kanalschuppen, ab und förderten eine Vielzahl an Fundstücken zutage. Von Fahrrädern, Baustellenbaken, Skateboards und Einkaufswagen bis hin zu Bierdosen und Gläsern war alles dabei. Doch nicht nur alltäglicher Müll wurde geborgen: Besonders kurios waren eine alte Kasse aus einer nahegelegenen Kneipe und ein Funkgerät.

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Ein besonderes Hindernis stellte ein zwei Meter langer, schwerer Steg dar, der als Verbindung von Land zu Schiff diente. Da er im Boden feststeckte und zu schwer für die Taucher war, kam das Team von SeaHelp mit einem Boot zur Unterstützung und zog den Steg schließlich an Land.

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„Insgesamt kam dieses Mal aber mehr an Gewicht zusammen“, erklärte der Vereinsvorsitzende Lauritz Graf von Bülow Dennewitz. Etwa eine Tonne Müll wurde aus dem Hafen geholt – rund 400 Kilogramm mehr als in den Vorjahren. Erfreulich: Nur ein E-Roller wurde dieses Mal im Wasser entdeckt, während es sonst meist mehrere sind.


Eine Lautsprecherbox sorgte bei den Tauchern und Organisatoren für staunen - der Rest der Hifi-Anlage wurde nicht gefunden.
Für viele Spaziergänger bot die Aktion eine ungewöhnliche und staunenswerte Unterhaltung. Einige Passanten nahmen gefundene Gegenstände mit, darunter ein gut erhaltenes Fahrrad und ein Skateboard, das nun im Besitz eines Jungen ist.

Nach zwei Stunden beendeten die Taucher ihre Arbeit. Unterstützt wurde die Aktion vom Deutschen Roten Kreuz Flensburg, der DLRG, SeaHelp und der Grundschule Langballig mit ihrem Meeresforschungsanhänger. Der Verein Mission Förde, der sich hauptsächlich über Spenden finanziert, zeigte sich am Ende des Tages zufrieden mit der Resonanz und dem sichtbaren Erfolg der Aktion.

Auch für das nächste Jahr sind wieder Tauchgänge geplant.