TikTok-Star am Steuer: Fahrlehrer „Pumba“ begeistert Fahrschüler und Netzgemeinde

 |  von Thomsen / Foerde.news

Patrick alias Pumba steht für eine neue Generation von Fahrlehrern: offen, digital und mit einem feinen Gespür für junge Menschen - Foto: Fahrlehrer Pumba

Flensburg / Handewitt – Seine Stimme kennt man mittlerweile auf TikTok, Instagram und YouTube – doch auf den Straßen Flensburgs erkennt man ihn an seinem auffälligen Humor und seiner sympathischen Art: Fahrlehrer Patrick, besser bekannt unter dem Spitznamen „Pumba“, hat mit seiner unkonventionellen Art die Welt der Fahrschulen und sozialen Medien gleichermaßen erobert.

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Was als spontane Idee im März 2024 begann, ist mittlerweile eine kleine Erfolgsstory geworden. Der 41-jährige Fahrlehrer, der für die „Stefans Fahrschule“ in Handewitt unterrichtet, teilt regelmäßig Szenen aus dem Fahrunterricht auf Social Media – meist humorvoll, manchmal lehrreich, aber immer authentisch. Über 57.000 Follower auf TikTok, knapp 30.000 auf Instagram und rund 4.000 auf YouTube verfolgen seine Kurzvideos aus dem Autoalltag.

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Vom Fahrschulauto ins Netz

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„Ich habe damals einfach auf die Empfehlung einer Fahrschülerin gehört“, erzählt Patrick. „Sie meinte, ich sei der Typ für sowas – da habe ich es ausprobiert.“ Aus den anfänglich privat gedachten Erinnerungsclips ist inzwischen ein Kleingewerbe geworden, das Patrick in seiner Freizeit betreibt – natürlich mit ausdrücklicher Zustimmung seiner Fahrschule und der Eltern minderjähriger Fahrschüler.

Trotz wachsender Bekanntheit legt der Fahrlehrer Wert auf Diskretion. „Es soll sich niemals negativ auf die Ausbildung auswirken. Ich filme nur, wenn ich merke, dass es für die Lernatmosphäre förderlich ist – und nach Rücksprache mit allen Beteiligten“, so der Content-erprobte Lehrer.

Erfolg mit Verantwortung

Dass der Beruf des Fahrlehrers heute mehr fordert als noch vor Jahren, ist Patrick bewusst: „Früher war das einfacher. Heute sind Fahrschüler oft überfordert – gerade bei theoretischen Prüfungen.“ Er will mit seinen Videos nicht nur unterhalten, sondern auch aufklären. Einige seiner Kollegen nutzen seine Technik-Videos sogar gezielt zur Prüfungsvorbereitung.

Im Mittelpunkt steht dabei immer der Mensch – und der Spaß, ohne die Ernsthaftigkeit des Straßenverkehrs aus den Augen zu verlieren: „Junge Menschen sitzen zum ersten Mal in einer so verantwortungsvollen Situation. Da braucht es Empathie statt Druck. Aber sie müssen auch verstehen: Mit einem Auto kann man viel Schaden anrichten. Das darf nie vergessen werden.“

Ein Name, der bleibt

Den Spitznamen „Pumba“ hat Patrick sich selbst gegeben – in Anlehnung an das berühmte Warzenschwein aus „König der Löwen“. „Fahrlehrer Patrick klang mir zu langweilig“, sagt er lachend. Der Name blieb – und ist inzwischen Markenzeichen.

Auch wenn es regelmäßig Schüler gibt, die allein wegen der Videos zur Fahrschule kommen wollen – gefilmt wird nur mit Einverständnis. „Ich will, dass die Fahrstunde im Vordergrund steht – nicht das Entertainment“, betont er. Sollte sich während der Fahrt zeigen, dass das Aufnehmen ablenkt, wird sofort gestoppt.

Technik statt Zufall

Mit zwei Action-Kameras, Zusatzmikros und cleverem Equipment dokumentiert Patrick ausgewählte Fahrstunden. Geschnitten wird mit professioneller Software – und vor der Veröffentlichung bekommt der Fahrschüler jedes Video zur Freigabe. „Stefan, mein Chef, ist da wie ein Papa Schlumpf“, sagt er schmunzelnd. „Er vertraut mir komplett – solange alle Regeln eingehalten werden.“

Fazit: Fahrlehrer mit Haltung

Patrick alias Pumba steht für eine neue Generation von Fahrlehrern: offen, digital und mit einem feinen Gespür für junge Menschen. In einer Branche, die zunehmend mit Fachkräftemangel und Prüfungsdruck kämpft, bringt er frischen Wind ins Cockpit – und trifft damit einen Nerv bei Jugendlichen und Eltern gleichermaßen.

Was bleibt? Viele Lacher, zahllose Lernmomente – und ein Mann, der zeigt, dass man auch mit einem „Knopf“ durch die Nase viral gehen kann.